Auf der Suche nach dem Glück, Teil 3
gepostet von Susanne M. Gaertner am Juli 21, 2010 | Keine Kommentare
Synapsen, Mandelkerne und Co.?
Wenn Reden und Familienstellen nicht helfen, tut es bestimmt die realistische, nüchterne Wissenschaft. Die Gefühlsduselei kann auch wirklich krank machen anstatt zu heilen, oder?
Stefan Klein verspricht in seiner “Glücksformel” oder “Wie die guten Gefühle entstehen”, dass alle gespeicherten Gehirntätigkeiten verformbar und veränderbar sind.
Jede Depression, jede Panikattacke, jede Grübelei kann durch Training besänftigt und kontrolliert werden. Unsere Mandelkerne können zwar die urzeitlichen Auslöser für Panik, Flucht/Angriff und Angst nicht löschen, aber unser Verstand kann lernen, damit umzugehen.
Das muss bedeuten: ich muss meine eigenen “Mandelkerne” genau kennen, d.h. meine Reaktionen bewusst erleben, um sie durch Training in den Griff zu kriegen.
Am Anfang anstrengend, wie beim anfänglichen Joggen vielleicht, wird das Training zunehmend einfacher. Wirklich?
So viele lange Tage, an denen sooo viele Begegnungen, Erfahrungen, Momente stattfinden, die ich alle unter Kontrolle habe?
Und jeder Tag ist doch wieder anders, das Leben ist ja ständige Veränderung. Und unter diesen Umständen soll ich trainieren, und dann immer schön den Verstand “im Auge behalten”?
Klein spricht von einem magischen Dreieck, was Glücksempfinden in einer Gesellschaft möglich macht:
Bürgersinn, sozialer Ausgleich und Kontrolle über das eigene Leben.
Oje, hört sich eher nach Begrenzung als nach Freiheit an, die für mich persönlich ganz schön viel vom Glück ausmacht…
Tags:Angst, Depression, Glücksformel
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